Von: Frauen auf Draht [Helga.Meyer@frauen-auf-draht.de]
Gesendet: Mittwoch, 18. Januar 2012 09:56
An: Helga Meyer
Betreff: WG: Eine Einladung
 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Theresia Hebenstreit
Gesendet: Donnerstag, 5. Januar 2012 12:46
Betreff: Eine Einladung

Vom Angesicht

Malerei von Theresia Hebenstreit

Ausstellung im frauen museum wiesbaden vom 22. Januar bis 15. April 2012

Vernissage am 22. Januar um 12 Uhr

 

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Theresia Hebenstreit mit Skulpturen mittelalterlicher Madonnen. Dieses Interesse hat sich im Laufe der Jahre konzentriert, um nicht zu sagen reduziert auf die Fotografien eines einzigen Fotografen, Alfred Erhardt, der eine Sammlung mittelalterlicher und gotischer Skulpturen fotografierte, die in einem eindrucksvollen, schon lange vergriffenen Bildband 1942 erschienen sind.[1] Die schwarz-weiß Fotografien, vor allem aber die Kopfaufnahmen dieses Bildbandes waren die Vorlagen für das malerische Werk, das Theresia Hebenstreit jetzt vorstellt.

Indem sie statt der gesamten Figur nur die Köpfe erfasst, versucht sie, den jungen Mädchen, die den damaligen Bildhauern Modell gesessen haben mögen, ihr „Gesicht“ zurück zu geben, sie damit ihrer Anonymität zu entheben und ihnen wieder Individualität zu geben. Die Veränderungen, Verdichtungen und Hervorhebungen durch die Malerei verdeutlichen den Reiz und die Anmut dieser Gesichter, lösen aber auch Irritation aus, mitunter verstören sie sogar in ihrer Weltabgewandtheit und kontemplativen Innerlichkeit.

Theresia Hebenstreit und ihre Tochter, Nadjeschda Taranczewski haben dann in einem weiteren gemeinsamen künstlerischen Prozess Fotodrucke der „Mutterbilder“ übermalt und verändert. Die Regel, dass jede die Malungen und Übermalungen der Anderen immer wieder verändern durfte, führte zu einer ganz eigenen Intensität und Verfremdung der Originale. (Alle Mutter-Bilder 100x80 Acryl auf LW, alle Mutter-Tochter Bilder 50x60 Acryl auf LW)

In der damit dreifachen Umsetzung von plastischem Bildwerk in Fotografie und schließlich in Malerei haben drei, bzw. jetzt vier Kunstschaffende „Hand angelegt“. In diesem Wechselspiel vermischt sich mittelalterliche Bildauffassung mit fotografischen Positionen der fünfziger Jahre und zeitgenössischen Standpunkten.

 

frauen museum wiesbaden  Wörthstr. 5 65185 Wiesbaden

Dauer der Ausstellung 22. Januar bis 15. April 2012

Öffnungszeiten: Mi, Do 10 – 17 Uhr   Sa, So 12 – 17 Uhr

Fon 0611 3081763 info@frauenmuseum-wiesbaden.de



[1] Alte Kunst, lebendig. Bildwerke einer Privatsammlung. Beschrieben von Hubert Wilm,  aufgenommen von Alfred Erhardt, Geleitwort von Ernst Benkard. Privatdruck der Bauerschen Giesserei, Frankfurt,1942

                         



Wir würden uns sehr freuen, Sie zu dieser für mich ganz besonderen Ausstellungseröffnung begrüßen zu dürfen.

Ihre

Theresia Hebenstreit



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http://www.theresia-hebenstreit.de

Theresia Hebenstreit
Ziegelhüttenstr. 2a
65199 Wiesbaden
Tel. *611 425516
theresia-hebenstreit@t-online.de