Wie's die Kollegin macht - ist's falsch (immer noch ????)

Gibt sie ihre Kinder in die Kinderkrippe -
ist sie eine Rabenmutter,
bleibt sie zu Hause -
verkommt sie hinter dem Kochtopf.
 

Ist sie sehr attraktiv -
hält sie die Kollegen von der Arbeit ab,
ist sie es aber nicht -
kümmert sich keiner um sie.

Leistet sie viel -
verliert sie ihren Charme,
leistet sie wenig -
ihre Stellung. 

Wirkt sie temperamentvoll -
"ist sie nicht zu halten",
wirkt sie ruhig und besonnen -
fehlt ihr der "Pfeffer".

Verwendet sie Make-up -
trägt sie "Kriegsbemalung",
verwendet sie keines -
vernachlässigt sie ihr Äußeres. 

Ist sie intelligent -
darf sie das nicht zeigen,
ist sie es nicht -
muss sie wenigstens hübsch sein.

Verrichtet sie anspruchslose Arbiet -
hat sie keinen Ehrgeiz,
erfüllt sie qualifizierte Aufgaben -
ist sie mit ihrem Beruf verheiratet. 

Kommt sie mit Grippe ins Büro -
steckt sie die anderen an,
bleibt sie zu Haus -
legt sie sich mit jeder Kleinigkeit ins Bett.

Hat sie studiert -
ist sie eine Blaustrumpf,
hat sie etwa promoviert -
musste sie ihren Doktor selber machen. 

Trägt sie "mini" -
stört sie den Arbeitsfrieden,
trägt sie "maxi" -
hat sie wohl krumme Beine.

Zeigt sie ihre Gefühle -
ist sie eine Heulsuse,
beherrscht sie sich -
ist sie ein Eisberg.

Ist sie montags müde -
lästert man,
ist sie taufrisch -
lästert "man" auch.

Ist sie mit 25 noch immer ledig -
kriegt sie bestimmt keinen mehr mit,
ist sie mit 19 bereits verheiratet -
musste sie wohl

Geht sie gerne aus -
ist sie ein Playgirl,
bleibt sie zu Hause -
gilt sie als Mauerblümchen.

Ist sie hilfsbereit -
wird sie ausgenutzt,
kümert sie sich um ihre eigene Arbeit -
ist sie unkollegial

Ist sie trinkfest -
"säuft sie alle Männer unter den Tisch",
verträgt sie nichts -
ist nichts mit ihr anzufangen.

Männer und Frauen im Beruf - eine Frage der Perspektive
Karriereorientierte Frauen werden an ihrem Arbeitsplatz mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert, ihr Verhalten wird dort mit ganz anderen Augen gesehen als bei den männlichen Kollegen.
Professorin Ursula Funke von der Fachhochschule Mainz hat hierzu einige Beispiele gesammelt:

Ein Familienfoto auf seinem Schreibtisch:
ein solider, treu sorgender Ehemann. 

Ein Familienfoto auf ihrem Schreibtisch:
Ihre Familie kommt vor dem Beruf.

Sein Schreibtisch ist überladen:
Er ist belastbar und fleißig. 

Ihr Schreibtisch ist überladen:
Sie ist unordentlich und zerfahren.

Er ist nicht im Büro:
Er trifft sich mit Kunden. 

Sie ist nicht im Büro:
Sie wird zum Einkaufen sein.

Er ist mit dem Chef zum Essen:
Er macht Karriere. 

Sie ist mit dem Chef zum Essen:
Die haben wohl was miteinander.

Bei ihm gibt es Nachwuchs:
Grund für eine Lohnerhöhung. 

Bei ihr gibt es Nachwuchs:
Sie fällt aus - die Firma zahlt.

Er geht auf längere Geschäftsreise:
Das ist gut für seine Laufbahn. 

Sie geht auf längere Geschäftsreise:
Was sagt ihr Mann wohl dazu?

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